Samstag, 24. Juni 2017

Games und die (Literatur)wissenschaft: Der Auteur und der implizierte Autor

Als Student der Geisteswissenschaft hat man es nicht immer leicht. Von Hausarbeiten immer wieder aufs Neue der vermeintlichen Freizeit der eigenen Semesterferien beraubt, sitzt man an einzelnen Papers oft mehrere Wochen und verbringt die Stunden mit Literaturrecherche sowie der penibel korrekten Benutzung lästiger wissenschaftlicher Zitierstile, während gefühlt jeder andere als man selbst gerade irgendwo anders Spaß hat. Allerdings kann auch das Schreiben von Hausarbeiten Freude bereiten, gerade dann, wenn man es schafft, ein Thema zu ergattern, das die eigenen Interessen wiederspiegelt. Als Student der Anglistik in Heidelberg kann ich von Glück reden, dass hier oftmals Seminare mit sehr modernen Themengebieten im Angebot sind, bei denen die Nachfrage natürlich auch dementsprechend groß ist. Was am Ende nach dem erfolgreichen Abschließen eines solchen Kurses herauskommen kann, könnt ihr weiter unten sehen: 
Als videospiel-affiner Mensch blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als einen Kurs mit dem Titel "Games, Blogs, Fanfictions - An Exploration of Digital Literature" zu wählen. Meine Hausarbeit schrieb ich dann - wer hätte es geahnt - ebenfalls über Videospiele, und zwar in der Verbindung mit dem Konzept des "Implizierten Autors" und dem "Auteur", einem Begriff aus der Filmwissenschaft. Es war eine menge Arbeit, aber auch extrem spannend, Neuland in diesem Bereich der Wissenschaft zu betreten, zu dem es zum heutigen Stand noch nicht sonderlich viele Schriften gibt. Der Bereich der Game Studies ist zwar durchaus am wachsen, aber vor allem ein Ansatz aus einer Literaturwissenschaftlichen Richtung heraus sucht man des öfteren vergeblich. Da ich dachte, dass dieser Text vielleicht den ein oder anderen interessieren könnte, habe ich mich dazu entschieden, ihn hier zu hochzuladen. Falls jemand zu einem ähnlichen Thema forscht und diesen Text zitieren möchte, kann er das ebenfalls gerne machen (To the english-speaking folks - feel free to cite this paper in your own works). Jetzt wünsche ich noch viel Spaß beim Lesen :) 
ACHTUNG DISCLAIMER: Da ich Anglistikstudent bin, ist der Text natürlich auch in Englisch.

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