Dienstag, 6. Januar 2015

Herz aus Stahl - Kritik: Furyose Panzergefechte


So wie es den Leibern der Deutschen Soldaten in „Fury“ (in Deutschland „Herz aus Stahl“) erging, so fühlte sich auch mein Gehirn an, als nach fast zweieinhalb Stunden der Abspann des Films über die Leinwand flimmerte. Attackiert, durchlöchert, und auch ein wenig zermatscht. Regisseur David Ayer (End of Watch) präsentiert in seinem, im zweiten Weltkrieg angesiedeltem Panzer-Drama die hässliche Fratze des Krieges, packende Kämpfe um Leben und Tod und in dem ein oder anderem Moment auch einen Hauch Empathie.


Haut aus Stahl

Erzählt wird die Geschichte von einer Panzertruppe rund um Sergeant Don Collier (Brad Pitt) die gegen Ende des Weltkriegs im deutschen Gebiet Einsätze bestreitet. Zu Beginn des Films sieht man, dass die eigentlich fünfköpfige Besatzung (mit dabei Jon Bernthal, Shia LaBeouf und Michael Peña) durch einen Angriff ihren Bordschützen verloren hat. Als Ersatzmann wird der kampferfahrenen Truppe der Frischling Norman zugeteilt, der den Krieg bisher nur hinter der Schreibmaschine mitbekommen hat. Mit dem unerfahrenen Neuling an Bord schlagen sie sich in ihrem Panzer „Fury“ nun durch die letzten verzweifelten Horden von deutschen Soldaten.


Die große Stärke von „Herz aus Stahl“ ist glücklicherweise auch das Alleinstellungsmerkmal und Aushängeschilde des Kriegsfilm mit bemanntem Fahrzeug. Die Panzergefechte werden packend inszeniert, wie man es von der eigentlich langsamen und klobigen Artillerie selten oder möglicherweise auch noch gar nicht miterlebt hat. Dabei werden einem auch die verschiedenen Aufgaben der unterschiedlichen Bordmitglieder gelungen nahegeführt und ihre jeweilige Wichtigkeit unter Beweis gestellt, sei es der lotsende Kommandant oder der mit einem MG ausgerüstete Bordschütze.



Alleine gegen Alle

"Fury“ ist auf jeden Fall kein Film, den man gesehen haben muss, aber ich muss dennoch sagen, dass mich der Streifen ganz gut unterhalten hat. Die Hauptrollen sind alle klasse besetzt und auch wenn der ein oder andere Dialog etwas weniger gelungen ist, schafft es „Herz aus Stahl“ das Zusammenwachsen der Truppe gekonnt einzufangen, sodass man, sobald es zum großen Showdown kommt, mit Spannung im Sitz kauert und mit den Protagonisten mitfiebert. Stellenweise versucht der Film auch die Sichtweise der unbeteiligten Zivilisten aufzuzeigen und mit dem kriegsunerfahrenem Soldaten Norman wird zudem ein Charakter eingeführt, der auf die schmerzhafte Weise seine Rolle im Schlachtfeld lernen muss. Diese Szenen schwanken leider oft in ihrer Qualität und Glaubwürdigkeit, sodass sich die einprägsamsten Momente des Films auf die militärischen Gefechte begrenzen.

Wer mit einem etwas seichtem, visuell aber relativ brutalem zweiter Weltkriegs-Heroic-Bloodshed Drama etwas anfangen kann, wird mit „Herz aus Stahl“ sicherlich seinen Spaß haben, wer allerdings in diesem Film einen tiefgreifenden und überaus kritischen Film-Meilenstein in puncto zweiter Weltkriegs-Aufarbeitung erwartet, wird allerdings wohl enttäuscht sein.


7/10

Kommentare:

  1. Ich empfand den Film ehrlich gesagt recht unspektakulär, was nicht zuletzt an den recht schwachen Charakteren lag.

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  2. Natürlich kommt der Film nicht an "James Ryan" ran aber dennoch sehr unterhaltsam.
    Die Atmosphäre im Panzer zwischen Norman und der Truppe ist gut gelungen, sowie die Actionszenen sind auch sehr gut rüber gekommen.
    Story 6/10
    Gefühl 8/10
    Action 8/10
    ( meine Meinung)

    Fakt:
    sehenswert!!!

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  3. Ich fand auch dass es gute Szenen neben den Gefechten gegeben hat. Insgesamt habe eich einen ähnlichen Eindruck wie Rene gewonnen. ( goo.gl/6XTB8z )

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  4. wieso könnt ihr keine bilder in einem richtigen vormat im internet veröffentlichen ihr verdammtenm menschen was ist bloß los mit euch

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