Samstag, 23. August 2014

Sword Art Online Staffel 2: Alles auf 0?


Machen wir uns nichts vor: Wenn es in den letzten Jahren neben Attack on Titan ein Anime geschafft hat einen bis heute nicht anzuhaltenen Hype zu generieren, dann ist das wohl Sword Art Online. Die Geschichte von Kirito, Asuna und Co., welche einst als Light Novel-Reihe begann, ist mittlerweile im absoluten Serien-Mainstream angelangt und erfreut sich an einer stetig wachsenden Zuschauerschaft. Dementsprechend waren die Erwartungen an eine zweite Staffel hoch, und auch ich muss zugeben, dass ich mit einer zutiefst gespaltenen Meinung die Fortsetzung der Story erwartet habe.
 

Noch lange nicht das Ende der Fahnenstange

Klar, die Geschichten, die sich nach Ende der ersten Staffel abspielen sollten standen bereits seit Jahren in Romanform in den Regalen, womit die Ausschlachtung einer großgewordenen Marke ja ausgeschlossen wäre. Aber das Ende, das nach den ersten 25 Folgen über den Bildschirm flimmerte, schien mir dermaßen final, dass ich sehr erstaunt war, als ich feststellte, dass die Grundlage von Sword Art Online aus noch vielen weiteren Bänden bestand. Wie sollte in weiteren Folgen eine Spannung und Gefahr erzeugt werden, die auch nur annähernd an die der ersten Staffel anknüpfen könnte? Das einstmalige zentrale Element, dass die Leben aller in der virtuellen Realität auf dem Spiel standen, wurde schließlich schon zur Mitte von Staffel eins gekippt. Resultierend daraus, musste ich feststellen, dass ich schon die zweite Hälfte als weniger spannend empfand, als die erste.


Und jetzt? Neues Spiel, neues Glück? Nach einem Happy End alles nochmal auf Anfang? Nachdem ich mittlerweile die ersten sieben Folgen gesehen haben, muss ich sagen, dass meine Meinung gespalten bleibt. Die zweite Staffel von Sword Art Online macht zwar einiges richtig, fühlt sich aber auch definitiv anders an als ihr Vorgänger. Aber kommen wir erstmal zum Plot:



Entschleunigt in neue Welten 

Nachdem Kirito und Asuna den digitalen Welten von Staffel eins entfliehen und anschließend ihre normalen Leben weiterführen konnten, bekommt Kirito nach nicht allzu langer Zeit Besuch von einem Regierungsarbeiter, der seine Hilfe bezüglich mehrerer Zwischenfälle innerhalb eines weiteren VRMMORPG'S erbittet, in dem Spieler ohne erkennbaren Grund im realen gestorben sind, während sie im Spiel waren. Als Überlebender von Sword Art Online und Profi in VRMMORPG's soll Kirito nun herausfinden, was es mit den Todesfällen auf sich hat.

Tatsächlich kommt, zumindest in den ersten paar Folgen, auch nur Kirito in die Welt von Gun Gale Online, dem neuen virtuellen Spielplatz der SAO-Reihe. Die Liebesgeschichte mit Asuna aus Staffel eins scheint abgeschlossen, andere bereits bekannte Figuren bekommen lediglich kurze Gastauftritte. Stattdessen wird mit Shinon, einem Mädchen, dass in der realen Welt ein schweres, psychisches Erlebnis in Bezug mit Schusswaffen hatte, ein neuer Charakter eingeführt, mit dem Kirito in Verbindung tritt.

Nach den ersten sieben Folgen, lässt sich noch nicht wirklich bestimmen, wie die Story in späteren Episoden verlaufen wird, und gerade das ist eines der positiven Merkmale von Sword Art Online 2. So spielt Staffel zwei mit Mysterien und einer deutlich langsameren Erzählweise wie im Vorgänger, bei der sich oft auch mehr Zeit für bestimmte Charaktere genommen wird.
  

Mehr PVP als MMO? 
 
Auch die Etablierung der Welt, die in den ersten Folgen auf spannende Weise vorgestellt wird machte zumindest mir Lust auf mehr. Ähnlich wie in der ersten Staffel sind die Kämpfe optisch schön inszeniert, ausgestattet mit detaillierten Videospiel-Vergleichen und unterlegt mit aussagekräftigen Klängen. Interessant ist auch, dass uns von Protagonist Kirito der ein oder andere tiefere Charakterzug offenbart wird, und somit gewisse charakterliche Oberflächlichkeit die vielleicht ab und zu in der ersten Staffel vorhanden waren wettgemacht werden.



Als jemand, dem der weitere Verlauf der Geschichte nicht bekannt ist, stelle ich mir dennoch die Frage, wie die Balance zwischen PVP-basierten Konflikten und den bekannten MMO-Elementen gehalten werden wird, da ich meine Zweifel habe, ob die arenamäßigen Situationen einen auch längerfristig fesseln können, oder ob diese nicht irgendwann ihren Reiz verlieren.

Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und bin gespannt, wie der Storyaufhänger zu einem Ende geführt wird. Wer weiß, vielleicht wird erwartet uns neben Spielerduellen und Detektivgeschichten auch noch der ein oder andere, nicht vorherzusehende Twist.

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