Freitag, 23. August 2013

Anime-Empfehlung des Sommers: Attack on Titan



Als jemand, der sich immer schwer damit tut mit einer neuen Animeserie anzufangen, muss ich sagen, dass ich ziemlich froh bin, dass ich bei Attack on Titan meinen Schweinehund überwunden habe. Das Spektrum der Anime erstreckt sich schier in das unendliche, das Sortiment ist fein gegliedert in zahllose Genre, und wer sich nicht zumindest einen groben Überblick verschafft, wird es schwer haben die Anime zu finden, die einem möglicherweise am besten gefallen könnten. Das Problem habe ich bei mir auch festgestellt, und trotz meiner Lieblinge die ich mir mittlerweile angeeignet habe, fällt es mir immer wieder schwer mich in einen neuen Anime einzuleben und am Ball zu bleiben. Aber bei Attack on Titan, einem Anime der momentan noch nicht abgeschlossen ist, aber sich trotzdem schon eine große Fanbase ergattert hat, hat mich der Hype knallhart gepackt, und lässt mich mittlerweile jede Woche auf eine neue Folge freuen.

Attack on Titan, oder Shingeki no Kyojin wie es im Original heißt, spielt in einer Welt, in der die komplette Menschheit von mehreren, kilometerlangen Mauern abgeschottet von der Außenwelt lebt. Während im Inneren der Mauern ein weitestgehend ruhiges Leben verläuft, ist der Rest der Welt mit brutalen, Menschenfressenden Riesen gefüllt. Und so kommt es eines Tages dazu, dass besagte Riesen die äußersten Ummauerungen durchdringen, und die Menschheit dazu zwingt weiter ins Innere zu fliehen, wobei kontinuierlich Verluste erlitten werden. Mitten in diesem Geschehen befindet sich der junge Eren, der mit seiner Familie ein unbeschwertes Leben geführt hat, doch die Ereignisse des Riesenangriffes veranlassen ihn dazu, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen und zurückzuschlagen.


Attack on Titan macht wirklich vieles gut, aber geradezu perfekt, schafft es es die scheinbar aussichtslosen Situationen zu inszenieren in denen sich die Charaktere immer wieder befinden. Die Gegner sind vielzählig und unheimlich stark, die eigenen Mittel zur Gegenwehr sind gering und bieten einen permanenten „David-gegen-Goliath“-Charakter, nur mit weniger Happy Ends. Auch wenn die Charaktere nicht unbedingt alle perfekt geschrieben sind, fiebert man mit ihnen mit, und bangt um ihre Leben. Die einzige Verteidigung die jeder der Kämpfer in AoT zur Verfügung hat ist ein Gürtelsystem von dem aus Greifhaken verschossen werden können die ein „Dreidimensionales Manöver“, wie es in der Serie bezeichnet wird, ermöglichen, zudem hat jeder jeweils zwei Schwertgriffe mit mehreren, austauschbaren Klingen mit denen sich gegen die Titans erwehrt wird.

Die Kämpfe werden wuchtig in Szene gesetzt, und bieten die ganze Zeit den Eindruck von Tiefenverhältnissen, der Zeichenstil ist super angenehm und alles wirkt unglaublich hochwertig. Im Grundton ist Attack on Titan eine relativ ernste Serie, die sich hauptsächlich auf die Kämpfe und die hervorragende Charakterentwicklung des Protagonisten konzentriert, hin und wieder gibt es allerdings, trotz der apokalyptischen Stimmung, den ein oder anderen Lacher. Garniert dazu gibt es noch einen leichten Hauch von Mystery, der für mich persönlich ein zusätzlicher Faktor ist der zur Qualität der Serie beisteuert. Die Fragen woher die Riesen kommen, was ihre Absichten sind, und wie sie genau funktionieren schweben ständig im Raum und lassen zumindest mich auf Antworten hoffen.


19 von 26 Folgen sind bisher erschienen, was weitere Episoden angeht lässt sich noch nicht sagen was noch alles kommen mag. Am aktuellen Beliebtheits- und Erfolgsgrad gemessen kann man aber fast schon davon ausgehen, dass es nicht bei 26 Folgen bleiben wird. Ich empfehle Attack on Titan jeden, der auf eine spannende Welt, ausladende Kämpfe, und eine ernste und konsequent erzählte Geschichte steht. Zu guter Letzt kann man noch sagen, dass AoT weniger japanoid ist als viele andere Anime, ähnlich wie beispielsweise bei Death Note, was auch viele westliche Einflüsse besitzt, was mir in Anime auch immer gut gefällt. Also summa summarum eine tolle Serie, die sich auch Leute ansehen können die keine großen Fans von allzu abgedrehtem Japano-Kram sind.

Kommentare:

  1. Ich bin auch der Meinung dass Attack on Titan DIE Serie des Sommers (bzw. Frühlings wegen der Erstausstrahlung im April) wenn nicht sogar des Jahres 2013 ist! Ich bin zwar kein grosser Anime Fan, aber kaufe mir regelmässig Magazine die letztere Behandeln! So bin ich auch auf Attack on Titan gekommen und LIEBE diesen Anime. Er ist (wie schon geschrieben) grausam, hart und trozdem sehr schön azusehen. Leider fällt mir auf dass die letzten Episoden nicht mehr so spannend und mitreissend waren wie die ersten! Dass ändert sich hoffentlich noch denn sonst wird der Anime warscheinlich nicht mehr sooo beliebt wie jetzt sein und ein deutsches Release wird noch länger auf sich warten lassen...
    So viel zu meiner Meinung
    LG Emma

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die letzten Folgen sind nicht sooo fumlminant wie die ersten 10-15, ich bin aber zuversichtlich, dass da noch einiges an coolem Zeug kommt!

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  2. Ich blicke oftmals sehr ernüchterd auf die Listen neuer Serien und habe das Gefühl nicht viel zu finden, dass mich interessiert. Und dann BAMM. Attack on Titan. Drama und Verzweiflung von der ersten Folge an und eine unglaublich packend inszenierte Welt. Diese wirkt äußerst lebendig mit ihren immer wieder eingestreuten Hintergrunddetails und der hervorragenden Soundkulisse die einen schönen visuellen Stil unterstreicht.
    Meckern kann man an einigen Stellen an der hohen Anzahl an Standbildern und einigen Bildfehlern, doch die ersten Bluray vergleichsbilder haben bereits gezeigt, dass der Disc-Release auch diese Probleme zu einem großen Teil beseitigt.

    Wirklich jedem zu empfehlen.

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    1. Also der Soundtrack innerhalb der Serie schafft es wirklich eine unglaublich geile, epische Atmosphäre zu vermitteln. Das Opening, dass ja viele für überragend halten, finde ich leider nicht so gut.

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